Blackebekämpfung im Landbau

Blacken [ genannt auch Placken oder Ampfern ]

Blacke an der Wurzel packen

Eine Blacke kann jährlich bis zu 50 000 Samen produzieren, die fünfzig Jahre keimfähig bleiben. Die Lebensdauer einer Blacke beträgt fünf bis zehn Jahre. Blackepopulationen bilden sich nicht von heute auf morgen, und man wird sie auch nicht an einem Tag los, jedenfalls nicht im biologischen Landbau. Das Blackeproblem - nicht nur die einzelne Pflanze - muss man an der Wurzel packen.

Vorbeugende Massnahmen

Kurzfristige Massnahme, wenn man keine Zeit zum Stechen hat : Blütenständer schneiden, vom Feld tragen und vernichten.

Mist und Krippenrückstände mit Blackesamen müssen sorgfältig kompostiert werden. Es muss eine Temperatur von 55°C erreicht werden, um die Samen abzutöten.

In Naturwiesen und - weiden verhindert eine dichte Pflanzendecke das Keimen von neuen Blacke. Ein krautiger Bestand überlässt den lichthungrigen Blacke offene Stellen zu Keimen. Man bekämpft Wühlmäuse, vermeidet Fahr- und Trittschäden und stellt die Maschinen bei der Heuernte nicht zu tief ein.

Kulturen in die Fruchtfolge einschieben, die einerseits schnell den Boden decken und damit die Blackekeimlinge konkurrenzieren und anderseits dichte und hohe Bestände bilden, wie etwa Roggen. Das hemmt die Blacke.

Heilende Massnahmen (Blacke stechen)

In Naturwiesen und weiden werden die Blacke einzeln mit dem Blackeeisen entfernt. Es genügt, die Blackewurzel 10 cm tief zu stechen. Der Rest der Pfahlwurzel verfault im Boden, ohne wieder auszutreiben. Man saniert parzellenweise. Für eine Sanierung engagiert man mehrere Personen für ein bis zwei Tage.

Mit dem neuen FREY-Eisen wird der Wurzelbereich durch ein bis mehrmals einstechen stark gelockert. Danach kann die ganze Pflanze inkl. Nebenwurzel leicht herausgezogen werden. Die Erdresten abschlagen und wichtig : Die aufgerissene Erde wieder gut schliessen. Eine handvoll frische Samen darüber optimiert den Erfolg.
Kleine Pflantzen werden ebenfalls alleine durch das lockern des Erdbereichs herausgezogen.


Bei günstigen Verhältnissen ist eine Stechleistung von 3-5 Blacke pro Minute möglich.

Nach Ackerfrüchten und bei Kunstwiesenumbruch dürfen die alten Blacke nicht unterpflügt werden, da sie wieder austreiben. Wenn wenige Blacke vorhanden sind, werden sie einzeln mit dem Blackeeisen entfernt. Wenn viel Blacke vorhanden sind, die Wurzeln in 10 cm Tiefe mit einem Schichtgrubber durchtrennen. Pflanze anschliessend am Blattwerk oder mit dem Blackeeisen herausziehen und abtransportieren. Nach Gerste kann man die Blacke über eine sorgfältige Schälfurche (Stützrad auf 10 cm einstellen) an die Oberfläche befördern. Die Blackewurzeln mehrmals mit der Federzinkenegge bewegen, bis sie ausgetrocknet sind.

Vor der Saat einer neuen Ackerfurcht lassen sich die Blackekeimlinge gut mit Striegel und Hacke bekämpfen.

Die Ansaat einer neuen Kunstwiese in mit Blackesamen verseuchter Kunstwiese ist problematisch, da keine mechanische Unkrautbekämpfung möglich ist. Zur Unterdrückung der Blackekeimlinge wird eine Deckfrucht verwendet. Diese Verfahren bedürfen noch einer gewissen Untersuchung.

Literaturnachweis   :  BIO AKTUELL von Gerhard Hasinger, FiBL  http://www.fibl.ch/

 


Das herkömmliche alte Stecheisen.
Verklemmte Steine und Wurzeln, sowie strenges einstechen und das Gewicht waren charakteristisch für diesen Typ.

Mechanische Blackebekämpfung mit dem neuen Blackeeisen Typ "FREY"
Dank neuer Bauweise, jetzt sogar nocht leicher !

Vielleicht kennen Sie die alten schwerfälligen Blackeeisen. Sie haben  keine Verbesserung erfahren, was nicht bedeutet, dass es bessere Werkzeuge geben könnte. Und es gibt sie.  Die neuen Blackeeisen
Typ "FREY" haben einige Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Eisen :

  • Viel leichter als das alte Eisen
  • Sehr niedriger Fusstritt
  • Fest verschweisster Fusstritt
  • Biegefester Spezialstahl
  • Formänderung der 2 Zinken (verklemmt keine Steine mehr)
  • 50% leichteres Einstechen !
  • Handlicher Eschenstil

"FREY-Eisen"     Neue   Form  mit  vielen  Vorteilen

Die Blacke werden mit diesem neuen Eisen im Wurzelbereich durch 2-4 faches schräges Einstechen gelockert, wobei  die Zapfenwurzel genug tief unten bricht (min. 10cm)  und der ganze Wurzelstock herausgezogen werden kann. Dadurch wird eine Ausbreitung durch Nebenwurzeln weitgehend vermieden. Bei kleineren Blacke genügt ein einmaliges Einstechen.

Die Leistung liegt bei 3-6 Blacke pro min. (Richtzeiten)


Herstellung und Vertrieb :

Peter Scheiwiller
Wilenstrasse 11
CH-8588 Zihlschlacht

Schweiz
    
Tel. 071 / 422 47 45      
Tel. 079 / 561 56 05